Die FBI Agentin Smoky Barrett wurde vor einigen Jahren Opfer eines Serientäters, dabei verlor sie ihren Ehemann und ihr Kind. Seitdem arbeitet sie noch verbissener daran, Mörder zu stellen und ihrer gerechten Strafe zuzuführen, was ihr, besonders in der Welt der Verbrecher, viele Feinde beschert.

Auf einer Hochzeit, die sie als Gast besucht, erhält sie eine SMS: “Ich bin ganz nah. Und ich habe ein Geschenk für dich, Special Agent Barrett”. Verwirrt blickt sie auf und sieht, wie eine Frau aus einem Lieferwagen gestoßen wird. Ihr Kopf ist kahlgeschoren, sie trägt lediglich ein Nachthemd und ihre Haut ist übersäht mit unzähligen kleinen Schnittwunden. Die Unbekannte sinkt vor dem Brautpaar nieder und stößt einen lautlosen Schrei aus. Smoky versucht, sich der Frau anzunehmen und findet heraus, dass sie vor sieben Jahren verschwand. Um sie unschädlich zu machen, hat der Täter eine Lobotomie an ihr vorgenommen, die Nervenstänge ihres Gehirns durchtrennt, so dass sie nur noch als Hülle vor sich hinvegetieren, sich aber weder artikulieren noch selbst versorgen kann. Diesem Täter ist klar, dass der Tod bei weitem nicht das Schlimmste ist, was er seinen Opfern antun kann. Smoky ermittelt in diesem Fall und bringt sich selbst in Gefahr: Auch sie könnte das nächste Opfer sein.

Cody McFadyens Thriller “Ausgelöscht” ist der vierte Teil der Smoky Barrett – Reihe. Wie auch in den Vorgängerwerken wird die Agentin als nahezu perfekt, unfehlbar beschrieben. Ihre Figur bedient bestens das Klischee der harten Ermittlerin, die trotz aller Widrigkeiten stets imstande ist, Übermenschliches zu leisten. Darüber hinaus schreckt der Autor nicht davor zurück, bis ins kleinste Detail alle blutrünstigen Gedanken und Aktionen des Täters zu beschreiben. Trotzdem ein packender Thriller, der nichts für schwache Nerven ist und dank zahlreicher Rückblenden ist es auch nicht nötig, die Vorgängerwerke zu kennen.