Das Lege- und Taktikspiel Qwirkle hat den Titel „Spiel des Jahres 2011“ gewonnen. Die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ wird seit 1979 von einer Jury aus Journalisten vergeben, die als Experten für Gesellschaftsspiele gelten. In diesem Jahr hat sich das Gremium für die Schöpfung der Amerikanerin Susan McKinley Ross entschieden, weil Qwirkle einfach zu verstehen sei, die Regeln sich fast von selbst erklärten, das Spiel aber dennoch mit einer unerwarteten „Hinterlistigkeit“ punkte, durch die es großen Spaß mache, es zu spielen, erklärt der Jury-Vorsitzende Tom Felber.

Wie funktioniert Qwirkle?
Das Spiel besteht auch 108 Holzsteinen und einem Stoffsack. Die Spielsteine sind mit unterschiedlichen Mustern in verschiedenen Farben bedruckt. Als Muster treten Kreise, Vierecke und Sterne auf. Verschiedene Kommentatoren betonen eine optische Ähnlichkeit Qwirkles zu Domino oder anderen Legespielen, die nicht von der Hand zu weisen ist. Tatsächlich scheint Qwirkle aber eine Mischung aus Domino und Scrabble zu sein.

Qwirkle kann von bis zu vier Spielern gespielt werden, deren einfaches Ziel es ist, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Dazu können Reihen gelegt werden. Aneinandergefügt werden dürfen ähnliche oder gleiche Bilder. Wer besonders geschickt seine Steine platzieren kann, der erhält besonders viele Punkte. Wer eine vollständige Sechserreihe (alle möglichen Farben und Formen nebeneinander) legen konnte, der hat ein Qwirkle erreicht. Der Name bedeutet „Fremdartig“ oder „etwas komisches“, berichtet Spielschöpferin McKinley Ross.

Wer kann Qwirkle spielen?
In Deutschland wird das neue „Spiel des Jahres“ von Schmidt Spiele vertrieben, das angibt, Qwirkle sei von einem Alter von sechs Jahren aufwärts für alle Generationen geeignet. Dem widerspricht die Jury um Felber allerdings. Richtig sei, so das Gremium, dass Qwirkle fraglos für alle Generationen geeignet und ein großer Spaß sei, doch man empfehle ein Einstiegsalter von acht Jahren statt von sechs Jahren.